Das Unabhängigkeitsreferendumin Südkurdistan

Am 30. August findet im Festsaal des Rathaus Charlottenburg eine Podiumsdiskussion zum Unabhängigkeitsreferendum in Südkurdistan statt.

Beginn ist um 17:30Uhr, wir freuen uns auf spannende Diskussionen!


Hilfseinsatz in Südkurdistan (März 2017)

Bericht über einen humanitären Einsatz der deutsch-kurdischen Ärzte in Deutschland in Südkurdistan vom 17.03.-24.03.2017.

Von Dr. Dr. Rassoul Faki

Mit ca. 35 kg Medikamente im Gepäck für einen Einkaufspreis von 3.500€ reisten wir nach Südkurdistan / Nordirak

 

Ich berichte zusammenfassend über den humanitären Einsatz mit Frau Dr. Jamila Majoul’ in den kurdischen Gebieten Süd Kurdistans, wo wir dringend benötigte humanitäre und medizinische Hilfe geleistet haben.

 

Nach Genaueren Recherchen und Beratungen vor Ort haben wir entschieden, die Flüchtlinge die in privaten Unterkünfte untergebracht sind, zu behandeln. In den offiziellen Flüchtlingscamps erhalten die Flüchtlinge in der Regel eine medizinische Grundversorgung, die von der kurdischen Regierung und unternationalen Hilfsorganisationen bereitgestellt wird. Diejenigen, für die in den Camps keine Plätze mehr zur Verfügung standen und die sich privat einen Unterschlupf organisiert haben, sind von einer medizinischen Versorgung abgeschnitten.

 

In Sulaimanya und in Erbil wurden durch unsere Hilfen mindestens 150-200 Familien untersuchen und entsprechend mit den vor Ort gekauften und mit den aus Deutschland mitgebrachten Medikamenten gut versorgen.

 

Unsere Erfahrungen haben gezeigt, dass die Menschen keine Vertrauen zu den dortigen Medikamenten haben. Diese Medikamente waren zum größten Teil aus dem Iran, Syrien oder Indien eingeführt worden. Aus Deutschland hatten wir ca. 35 kg im Wert von mehreren tausend Euro mitgenommen. Davon wurden ca. 1400 Euro von der Initiative Willkommen in  Falkensee gespendet. Unser Dank gilt der Willkommensinitiative Falkensee und allen Spendern und Spenderinnen.

 

Diese Aktion wurde im Namen der Initiative „deutsch-kurdische Ärzte in Deutschland“ und der AG Fluchtursachen bekämpfen bei der Willkommensinitiative Falkensee gesponsert.

 

Die Reise Kosten und die einwöchige Praxisschließung der helfenden Ärzte aus Deutschland wurden von diesen privat getragen.

 

Da die Lage in Nordsyrien / Westkurdistan in der Region Afrîn zur Zeit (aufgrund der Grenzblockade durch die Türkei) keine Hilfslieferungen zulässt, richtet sich unser Engagement nun auf die Flüchtlinge im Nordirak / Südkurdistan.

 

Frauensprechstunde unter improvisierten Bedingungen

Besprechung von Patientenunterlagen (hier Röntgenbildern)

Medizinische Hilfe selbst bei Stromausfall


Die Universität in Afrîn (Nordsyrien / Westkurdistan) bedankt sich bei Dr. Rassoul Faki für sein Engagement.


Insulin für Afrîn

Vorläufig letzte Lieferung im Dezember 2016

Seit zwei Jahren hat die türkische Regierung die Blockade gegen die kurdische Enklave Afrîn in Nordwestsyrien verschärft. Entlang der Grenze wurde eine Grenzanlage errichtet, die an die innerdeutsche Grenze erinnert. Speermauern, Wachtürme und Militärstreifen verhindern, dass Hilfsgüter nach Afrîn geschmuggelt werden könnten.

 

In Afrîn lebten vor dem Bürgerkrieg 440.000 Menschen, fast ausschließlich Kurden. In den letzten fünf Jahren fand fast eine Million Binnenflüchtlinge Zuflucht in diesem Gebiet, darunter auch zahlreiche Christen aus Aleppo. Hilfe in Form von Medikamenten, Ersatzteilen, chirurgischen Geräten u.ä. ist zurzeit fast unmöglich. Die restriktive Politik der Regierung Erdogan verunmöglicht es Spenden in die grenznahen Städte in der Türkei zu überweisen, damit riskante Transporte (bspw. von Insulin) wenigstens versucht werden könnten. Die Menschen in der Türkei haben Angst, dass sie verhaftet werden könnten, wenn sie Überweisungen aus dem Ausland empfangen würden.

 

Im Dezember gelang es trotz aller Widrigkeiten und durch den mutigen Einsatz eines Menschenrechtsaktivisten, eine Lieferung Insulin im Wert von 20.000€ in den Kanton Afrîn zu liefern. Die Insulinvorräte in Afrîn waren Mitte Dezember zu Neige gegangen und es bestand größte Gefahr.

 

Dr. Faki, Initiator der Initiative Nordsyrien: "Wir danken allen Spendern und den mutigen Menschen, die das Insulin über die Grenze gebracht haben. Sie haben unmögliches möglich gemacht und geholfen, dass wir Menschenleben retten konnten! Sorgen bereitet uns die Zukunft, denn wenn die Blockade durch die Regierung in Ankara weiter in dieser Form besteht, wird es kaum möglich sein, Medikamente nach Afrîn bringen zu lassen."


Am 18.11.2016 in Falkensee (bei Berlin):

Vergessen im Krieg

Binnenflüchtlinge in Nordsyrien

Im kurdischen Nordwesten Syriens (Kanton Afrîn) haben 1 Million Syrer Zuflucht gefunden. Die Bevölkerung in dieser Gegend hat sich seit Beginn des Bürgerkrieges mehr als verdreifacht.

Von der Weltgemeinschaft vergessen und von der Türkei, aber auch von Daesh, Al Nusra und der syrischen Armee eingeschlossen, sind die Menschen in Afrîn ganz auf sich selbst gestellt.

Wie leben sie unter diesen Bedingungen? Wie ist die wirtschaftliche und die medizinische Lage? Was bedeutet die zunehmend aggressivere Vorgehensweise der Türkei? 

Zu diesen und weiteren Fragen hat der Falkenseer Arzt Dr. Rassoul Faki vor mehr als 50 BesucherInnen referiert. 

Ein Buffet mit original kurdischen Gerichten rundete den Abend ab.

 

Spendenkonto:

Förderverein für bedrohte Völker

Postbank Hamburg

IBAN: DE89 2001 0020 0007 4002 01

BIC: PBNKDEFF

Verwendungszweck: Hilfe für Nordsyrien


Artikel aus der Märkischen Oderzeitung mit Dr. faki

Auf der Suche nach Hilfe. Ein Zeitungsartikel vom 09. August 2016.


27.07.2016: Bombenanschläge in Qamischli

Pressemittelung 28.07.2016

 

Paris, Nizza, Qamischli: Angriffe des „IS“ auf die Menschlichkeit

 

Die Welt schaut mit Wut und mit Trauer auf die Stadt Qamischli. Hier, im Norden Syriens, leben neben Kurden, Assyrer, Arabern, Turkmenen auch andere Minderheiten friedlich zusammen. In Qamischli kam es gestern zu zwei furchtbaren Bombenanschlägen vor einer Zentrale der kurdischen Polizei (Asayish). Das Ausmaß an Todesopfern und Verletzten ist noch nicht abzusehen. Es ist bis jetzt von mindestens 50 Toten und mehr als 200 Verletzten die Rede. Viele Häuser und Straßen sind zerstört, Menschenleben wurden ausgelöscht. Der "Islamische Staat" hat sich zu dem Anschlag bekannt.

 

Der Anschlag von Qamischli reiht sich ein in die Terrorattacken von Paris, Nizza und vielen anderen Städten. Es sind Angriffe auf ein demokratisches und tolerantes Zusammenleben.

 

Die Region Nordsyrien / Westkurdistan ist ein Beispiel für ein friedliches Zusammenleben im mit Krieg überzogenen Nahen Osten. Diese Gegend soll durch Schrecken, Gewalt und Angst destabilisiert werden. Die Syrisch-Demokratischen Militäreinheiten (SDF) unter Führung der kurdischen Volksverteidigungskräfte, die mit Luftunterstützung der USA gegen den „IS“ kämpfen, haben den Extremisten in Nordsyriens große Gebiete abgerungen. Tausende Menschen konnten befreit werden. Doch ihre Heimat ist zerstört. Ohne humanitäre Hilfe, vor allem im medizinischen Bereich, können die Menschen vor Ort nicht ausreichend versorgt werden. Für diese Arbeit sind wir auf Ihre Spende angewiesen.

 

Spendenkonto: Förderverein für bedrohte Völker, Postbank Hamburg,

 

IBAN: DE89 2001 0020 0007 4002 01, BIC: PBNKDEFF, Verwendungszweck: Hilfe für Nordsyrien

 

 

 

Die Deutsch-Kurdische Initiative bemüht sich seit Jahren, medizinische Hilfe für die Menschen in Nordsyrien / Westkurdistan zu leisten. Informationen über die Initiative finden Sie unter www.initiative-nordsyrien.jimdo.com

 

Für Rückfragen steht Ihnen Dr. Dr. Faki (Koordinator der medizinischen Nothilfe Nordsyrien für die Gesellschaft für bedrohte Völker): info@praxis-faki.de

 

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September 2015: Hilfsaufruf von Dr. Dr, Rassoul Faki


Deutsch-Kurdische Ärzte-Initiative in Deutschland für Nord-Syrien

Der Bürgerkrieg in Syrien und im Irak nimmt kein Ende. Krieg, Zerstörung, Menschenrechtsverletzungen und Not breiten sich aus. Wie in allen Kriegen leiden die Schwächsten am meisten: Kinder, Alte, Flüchtlinge. Innerhalb Syriens sind Millionen Menschen auf der Flucht. Als Binnenflüchtlinge haben sich viele in die nordsyrischen Gebiete gerettet. Diese Gebiete sind von der Aussenwelt abgeschnitten. Etwa zwei Millionen Flüchtlinge aus Syrien haben es bis in die Türkei geschafft. Die Versorgungslage in den Flüchtlingslagern dort ist oft katastrophal.

Nach Reisen in die Region, praktischer ärztlicher Hilfe und der Organisation von Hilfsgütern, ergreifen Ärzte nun die Initiative, mehr Unterstützung für die notleidenden Menschen zu mobilisieren. Hierzu wurde ein Aufruf an die Ärzte in Deutschland verfasst. Neben dem Sammeln von Spendengeldern geht es um konkrete Hilfe vor Ort, die dringend benötigt wird. Nur wenige Flugstunden von uns entfernt sind Menschen dem Krieg und seinen Folgen schutzlos ausgeliefert.

Helfen Sie mit, unterstützen Sie diese Initiative, damit die medizinische Versorgung für die Menschen in Not sich verbessert.


Eine lieferung insulin für afrin

Trotz der Blokade des Kantons Afrin durch die Türkei (Nord- und Westgrenze) und islamistische Banden (Süd- und Ostgrenze) gelang es, lebensnotwendiges Insulin in einer ungebrochenen Kühlkette dorthin bringen zu lassen. Medizinische Hilfe darf keine Grenzen kennen.


November 2014: Medizinische Hilfe am Straßenrand. Kurdische Flüchtlinge aus Kobanê leben am Straßenrand in der Türkei, in der Nähe der syrischen Grenze. Dr. Dr. Rassoul Faki hilft vor Ort.


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Der neue Flyer ist da, hier als download
Bestellen kann man den Flyer über unsere Kontaktfunktion.
Flyer 2015.pdf
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Die letzten Aktionen ende Dezember 2016.

Die dringend notwendige Insulin wurde auf Umwegen letztendlich in Afrin angekommen. Vielen Dank an die Unterstützer und an die Helfer.

Zum Aufruf an die Ärzte in Deutschland.

Wie Sie diese Initiative unterstützen können.

Spenden Sie für die medizinische Versorgung.

Zur Initiative: Eine Schule für Kobanè.


06.03.2015: Wir haben unseren Namen gerändert. Statt: 'Initiative Nordsyrien' nennen wir uns jetzt:

Deutsch-Kurdische Ärzte-Initiative in Deutschland für Nord-Syrien.