medizinische hilfe

Die Menschen in Nordsyrien sind in Not! Von drei Seiten belagert und von humanitärer Hilfe weitgehend isoliert haben hier hunderttausende Binnenflüchtlinge Zuflucht gefunden. Den in die Türkei geflohenen Menschen geht es nicht viel besser, denn in den Flüchtlingslagern kommt die Hilfe kaum an. Außerdem leben in den umkämpften Gebieten noch zahlreiche Zivilisten.

Aufruf an die Ärzte in Deutschland

Liebe Kollegen, liebe Freunde,

die Not der Menschen in Nordsyrien und in den Flüchtlingslagern entlang der Grenze zur Türkei veranlasst mich zur Gründung einer

Initiative deutscher und kurdischer Ärzte in Deutschland für Nord-Syrien.

Spätestens im Frühjahr 2011, nachdem die kriegerischen Auseinandersetzungen in Syrien den Bezirk Aleppo und Umgebung erreicht hatten, wusste ich, dass jetzt endlich etwas unternommen werden muss. Der Verlauf des Krieges würde keinen Halt machen, sondern weitere Gebiete an sich reißen. Auch der Teil Syriens, in dem ich meine Wurzeln habe, wurde Krisengebiet. Im äußersten Nordwesten des Landes bin ich geboren, dem Distrikt Afrin. Dieser Teil wurde (bis auf wenige hundert arabische Bürger) ausschließlich von Kurden bewohnt. Syrien ist ein multinationaler Staat, neben den Arabern stellen die Kurden die zweitgrößte Bevölkerungsgruppe.

Es war zu erwarten, das viele Menschen Aleppo und Umgebung würden verlassen müssen und vor dem Krieg in den Nordwesten - in Richtung türkische Grenze und nach Afrin - flüchten. Mit Hilfe einiger Kollegen und Landsleute konnten wir eine Initiative der syrisch-kurdischen Ärzte gründen und offiziell tätig werden

Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) unterstützt die Initiative der kurdischen Ärzte. In den drei Regionen in Nordsyrien (Kantone genannt) wird jeder, der Hilfe braucht, versorgt – ungeachtet seiner ethnischen oder religiösen Herkunft.

Wir konnten in vergangenen zwei Jahren einiges an konkreter Hilfe ermöglichen und viele kranke Menschen mit Medikamenten, Babys mit Milch sowie Nahrung und Kinder mit Winterkleidung versorgen.

Wie Sie alle Wissen: Die Not der Menschen wird durch das barbarischen gieren der 'IS' Kämpfer leider in dramatischer Weise verschlimmert. Die Menschen fliehen vor Hinrichtungen, Vergewaltigungen, Unterdrückung, Zwangsvertreibung und Sklavenhandel.

 

Liebe Freunde,

wir als die Gründungsmitglieder der Initiative stammen aus Kurdistan und sind deutsche Staatsbürger. Gemeinsam mit anderen Medizinern und Medizinerinnen wollen wir das Leid der Menschen in Nordsyrien lindern helfen. Werden auch Sie aktiv und seien Sie ein Teil dieser Initiative. Um die humanitäre und medizinische Versorgung zu verbessern benötigen wir viele Mitstreiter!

Zum Mitglied dieser Initiative kann man einfach durch sein Handeln werden. Um Spenden werben, Informationsmaterial verbreiten, mit uns in die Gebiete reisen und den Menschen vor Ort helfen. Zögern Sie nicht Kontakt mit uns aufzunehmen.

Die Mitgliedschaft in dieser Initiative ist beitragsfrei und unabhängig von möglichen Spenden. Alle Spenden sind steuerlich absetzbar.

 

Für die Initiative für Nordsyrien,

Dr. Dr. Rassoul Faki, Falkensee den 20.01.2015